Seit nunmehr 5 Jahren kenne ich //SEIBERT/MEDIA und meinen Freund Martin, der dort auf dem Papier einer der Geschäftsführer ist. Warum auf dem Papier? Weil dort Agil gearbeitet wird und nach Auffassung der Organisation dort im Grunde jeder ein Geschäftsführer ist. Jeder ist für sich und sein Team verantwortlich. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die KVH ist ein toller Arbeitgeber und ich habe dort immer gern gearbeitet.

Trotzdem wollte ich wechseln. Trotz meines „sicheren“ Jobs im öffentlichen Dienst, trotz meiner Führungsposition (die es im neuen Unternehmen ja nicht mehr gibt) und trotz des weniger wohlklingenden Jobtitels.

Ich möchte einfach nochmal etwas ganz Neues kennen lernen und so bin ich seit 1.11.2019 Kundenbetreuer bei //SEIBERT/MEDIA. Zunächst einmal kann ich herausstellen, dass ich von allen nett und offen aufgenommen worden bin. Das finde ich nicht selbstverständlich. Denn es ist nicht nur das Tätigkeitsfeld neu für mich gewesen – ich bin ja auch eine Art Fremdkörper für Menschen, die sich mit IT auskennen.

Inzwischen bin ich seit einem Jahr im Unternehmen und ich für meinen Teil kann behaupten, dass ich angekommen bin.

Es ist nicht alles einfach. Zu behaupten, wir befänden uns in einer Art Ponyhof würde der Sache nicht gerecht. Sicherlich war es bei meiner vorhergehenden Tätigkeit bei der KV Hessen in Sachen Führung eher Top-Down.

Bei //SEIBERT/MEDIA gibt es aber natürlich auch Herausforderungen. Es gibt Entscheidungen, von denen wir uns alle wünschen würden, sie würden von einer Person einfach getroffen. Einfach geht das aber bei uns nicht. Viele Menschen haben berechtigterweise ein Interesse, an strategischen Entscheidungen für das Unternehmen mitzuwirken. Und hoppla… auf einmal mache ich das auch. Ich engagiere mich einfach in der jeweiligen Story. Wollen wir geschäftliche Beziehungen zu Kunden pflegen, die beispielsweise Panzer an Regime liefern? Die Frage ist nicht ganz einfach, denn auch wir brauchen Geld um unsere Mitarbeitenden zu bezahlen. Diese Entscheidung ist tatsächlich schwer, aber hier treffen wir die gemeinsam. Ist die Arbeit mit einem Arbeitszeitkonto wirklich noch zeitgemäß? Wenn ich eine Meinung dazu habe kann ich mich entsprechend dafür oder dagegen positionieren und die Entscheidungen im Unternehmen dahingehend beeinflussen.

Jetzt könnte man denken: „Die beschäftigen sich doch nur mit sich selbst und ihrer Organisation“. Das ist aber mitnichten so. Die meisten Kunden bestätigen uns eine außerordentlich gute Bindung und einen guten Service. Das zeigt aus meiner Sicht, dass unsere Organisationsform auch mit Dienstleistung zusammen passt.

Eine kleine Geschichte zum Schluß: Der Hersteller der Software, mit deren Vertrieb wir einen großen Teil unseres Deckungsbeitrages erwirtschaften, hat relativ unerwartet einen Wechsel in der Produktstrategie bekanntgegeben. Unsere Kunden haben zu schätzungsweise 90% darunter zu leiden. Bei //SEIBERT/MEDIA haben meine Kollegen innerhalb von drei Tagen darauf reagiert und unzählige Informationen für die Kunden aber auch intern für uns Kundenbetreuer bereitgestellt. Nach drei Werktagen hatten wir mir allen Teams, die Kundenkontakt haben, über 170 Gesprächstermine vereinbart. Das ist nicht nur Kundenorientiert, das ist auch agil.

Ich freue mich wirklich darüber, Teil dieser Organisation zu sein und ich hoffe auf viele weitere Jahre bei //SEIBERT/MEDIA.

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